gulag
 

 

BAKAL-ITL

   
 

Auch

BakalStroi
BakalLag

   

Fotos, Illustrationen
und Dokumente

 

Zuordnung

Lagerverwaltungen und Lagerabteilungen unter Zentralverwaltung

Dauer

eingerichtet am 17.11.41 [1], 25.01.42 [2] (1);
geschlossen Ende 1942/Anfang 1943 (?) (2).

Zuständigkeit

OssobStroi ab 17.11.41 [1];
GULPS ab 25.01.42 [2] (siehe Fußnote 1).

Standort

Stadt Tscheljabinsk {13}.

Wirtschaftstätigkeit

- Bau des Hüttenwerks Bakal (dasselbe wie Tscheljabinsker Hüttenwerk) und einer Kokerei,
- Holzgewinnung, landwirtschaftliche Nebenwirtschaften, Bereitstellung von Arbeitskräften für diverse Ziegelwerke [2],
- ab 17.03.42: Vorbereitungen für die Erschließung der Bakal-Eisenerzlagerstätte [3], Arbeiten im Werk Nr. 46 des NKW (Volkskommissariat für Rüstung) in Slatoust [4],
- Bau eines Reparatur- und Modellwerks sowie einer Aufbereitungsanlage und einer Sinterfabrik [5].

Insassenzahlen

01.01.42 — 1.861, 31.01.42 — 4.237, 30.04.42 — 2.419, 31.07.42 — 303, 31.10.42 — 46, 31.12.42 — 38 [6] (3).

Leiter

Leiter: Stabsmajor der Staatssicherheit A. P. LEPILOW, 17.11.41 — ? [1];
Brigadeingenieur A. N. KOMAROWSKI, 25.01.42 — frühestens 11.09.42 [2, 7];
Stellvertreter: P. P. TSCHESTNYCH, 14.02.42 — ? [8].

Archiv

In der UITLK (Verwaltung der Besserungsarbeitslager und -kolonien) Gebiet Tscheljabinsk, im Bestand des TscheljabLag {1}.

Fußnote(n)

(1) Die Angaben zu Einrichtung und Unterstellung dieses ITL sind widersprüchlich: Gemäß [1] wurde der OssobStroi mit dem Bau des Bakal-Werks und der Einrichtung des Lagers am 17.11.41 beauftragt, während der GlawPromStroi mit der Führung betraut wurde. Gemäß [2] jedoch, übernahm der GlawPromStroi den Bau am 25.01.42 vom Volkskommissariat für Bauwirtschaft (Narkomstroi) und dabei wurden der Verwaltung des Baus und des Lagers die Bezeichnung "BakalStroi des NKWD der UdSSR" verliehen.
(2) Ein Befehl über die Schließung des ITL wurde nicht gefunden;
Erwähnungen des BakalStroi konnten bis Ende 1942 zurückverfolgt werden (siehe "Insassenzahl");
die einzige Erwähnung im Jahr 1943 betrifft die Häftlingszahl zum 01.01.43 (38 Häftlinge) [9];
ab September 1942 wurde parallel dazu die Bezeichnung des Baus – "TscheljabMetallurgStroi" verwendet [10].
(3) 1942 waren auf dem BakalStroi hauptsächlich Arbeitskolonnen mit Angehörigen der deutschen Minderheit, die man zwangsweise in die Arbeitsarmee einberufen hatte, im Einsatz. Im März betrug ihre Zahl 13.234 Personen, zum 01.07. waren es 27.771 und zum 01.12. 27.218 Personen [11].

Quellennachweis

1. Befehl 001581 des NKWD vom 17.11.41.
2. Befehl 00183 des NKWD vom 25.01.42.
3. Befehl 00536 des NKWD vom 17.03.42.
4. GARF. f. 9414. op. 1. d. 45. l. 248.
5. Befehl 0135 des NKWD vom 19.04.42.
6. GARF. f. 9414. op. 1d. d. 381. l. 7.
7. Ebenda. op. 1. d. 49. l. 762.
8. Befehl 049 des NKWD vom 14.02.42.
9. GARF. f. 9414. op. 1d. d. 378. l. 112.
10. Befehl 577 des NKWD vom 17.09.42.
11. GARF. f. 9414. op. 1d. d. 379. l. 13, 57, 104.

Autor(en)

Sergei Sigatschow

Quelle

Das System der Besserungsarbeitslager in der UdSSR 1923-1960. Handbuch. Hrsg. Michail Smirnow

Weitere Lager

ITL DES TSCHELJAB-METALLURG-STROI
RUDBAKAL-STROI UND ITL